
Ein Wechselbad der Gefühle mit starkem Schlussakkord der HSG
19 Okt
HSG Fürther Land II - HSV Bergtheim 0:0
Ein Wechselbad der Gefühle mit starkem Schlussakkord der HSG
Am Sonntag, den 18.10.2026 ging es kurz vor Mittag zuhause in der Biberthalle gegen den aus Unterfranken angereisten HSV Bergtheim.
Pünktlich Viertel vor zwölf wurde das Spiel angepfiffen. Die HSG Fürther Land hatte Anspiel. Die Partie sollte jedoch gleich mit einem Fehlpass beginnen. Die Gäste spielten im Gegenzug ihre Spielerin auf rechts außen frei, die den ersten Treffer der Partie markierte. Die Anfangsphase war durch technische Fehler seitens der HSG geprägt. So führten weitere Fehlpässe und schnelle Gegenstöße rasch zu einem 0:3 für Unterfränkinnen. Den ersten Treffer für die HSG erzielte Mona mit einem Durchbruch auf halbrechts und erzielte damit den Anschlusstreffer zum 1:3. Die halblinke Rückraumspielerin des HSV traf wieder zur drei Tore Führung. Laura tankte sich durch, aber die Torhüterin fing den Ball ab. Das Spiel lief zugunsten der konsequenteren Bergtheimerinnen. Wer aber die Hausherrinnen beim 1:5 bereits abgeschrieben hatte, irrte gewaltig. Es folgte ein sechs Tore Lauf der Heimmannschaft. Dieser nahm mit einem erneuten Durchbruch Monas auf Halbrechts seinen Anfang. Während Laura Kontrolle ins Spiel brachte, fingen die Gäste an, technische Fehler zu machen. Mit einem Doppelpack stellte Mara den Ausgleich her. Im Anschluss erzielte Luisa H. ihrerseits ebenso mit zwei sehenswerten Treffern in Folge die erste zwei Tore Führung für die HSG Mädels. Paula trug mit einem gehaltenen freien Wurf aufs Tor ihren Teil zur Wendung des Spiels bei. Das Spiel bekam eine höhere Dynamik. Es folgten Ballverluste, aber Mona erkämpfte sich einen Ball zurück und spielte diesen auf Rechtsaußen zu Eva die mit einem präzisen Aufsetzer den zwei Tore Abstand zum 8:6 wieder herstellte. Luisa H. hämmerte den Ball in der nächsten Aktion rechts oben unter die Latte und erzwang damit die Auszeit des Bergtheimer Trainergespanns. Die fünf Minuten vor dieser Auszeit wirkten die HSG Mädels deutlich konzentrierter und die Gäste dagegen fahrig im Angriffsspiel. Die Führungen wogten hin und her. Das Timeout zeigte Wirkung und Spielerinnen aus Unterfranken zogen nicht gleich, sondern setzen sich sogar bis auf vier Tore ab. Unglückliche Aktionen, Unkonzentriertheiten, Fehlwürfe und technische Fehler machten es den Bergtheimerinnen leicht davon zu ziehen. Das Trainerteam der HSG nahm auch ein Time Out um den Lauf der Gäste zu stoppen. Dies fruchtete. Ein schöner Treffer gelang Eva lang flach zum 11:14. Mona von Laura schön freigespielt, erzielte von halblinker Position einen Treffer in die Gabel. Mit einem perfekt getimten Einlauf von Eva waren es nur noch zwei Treffer, die man hinten lag. Selina erzielte den Anschluss mit Übersicht ins kurze Eck. Nach einer schönen Kombination von Luisa H. auf Laura erzielte diesen den Ausgleich zum 15:15. Nach erneutem Rückstand, erzielte Luisa B. mit einem klassischen Buzzerbeater in den Winkel von halbrechts den Ausgleich zum 16:16 Pausenstand.



Der Beginn der zweiten Halbzeit ist ein Spiegel der ersten Halbzeit
Wieder schleichen sich technische Fehler und Ungenauigkeiten ins Spiel der Fürtherland-Mädels. Die Bergtheimerinnen nutzen diese Schwächephase konsequent aus und erzielen wieder einen vier Tore Vorsprung zum 16:20. Laura nahm als Erste den Kampf wieder auf und zeigte einen schnellen Haken zur Hand und erzielte den Anschlusstreffer. Auch bei Bergtheim schlichen sich nun wieder einfache Fehler ins Spiel ein. Diese wurden aber auch durch eine konsequente Deckungsarbeit der HSG Mädels erzwungen. Durch eine schöne Kombination kam Mara auf Außen frei zum Wurf. Dieser wurde souverän ins lange Eck versenkt. Die Ballgewinne in dieser Phase nutzte Luisa H. zu einem Hattrick. Paula hielt zwei Mal in Folge wichtige Bälle und brachte damit die HSG wieder ins Spiel zurück. Mit einer feinen Drehung gegen die Hand erzielte Laura auf der Mitte wieder den Ausgleich. Nach erneutem Rückstand erzielte nach einem Kreisanspiel die freistehende den Ausgleich. Paula hielt ihren Kasten mehrfach sauber. Laura setzte sich in der Mitte durch und netzte links unten ein. Die Führung wechselte immer wieder. Nach einem Abstaubertor von Leonie lagen wir wieder mit einem Tor vorne.
Spannung pur beim 29:29
Ein sehenswerter Überzieher von Luisa B. führte zu einer freien Wurfsituation von links außen. Der präzise Treffer in den langen Winkel sollte die Crunchtime einläuten. Der Chefcoach nahm knapp acht Minuten vor dem Spielende eine Auszeit. Diese machte sich bezahlt. Es folgte ein vier Tore Lauf. Eingeleitet wurde dieser durch einen starken Treffer von Luisa H., die an diesem Tag insgesamt zehn Treffer auf dem Zettel haben sollte. Bergtheim verlor in der Schlussphase den Zugriff auf das Spiel und machte einfache technische Fehler und Würfe aus ungünstigen Positionen. Die HSG wirkte jetzt stabiler und konsequenter. Durch ein gutes Zusammenspiel von Luisa B., die zwei Abwehrspielerinnen auf sich zog und den Ball noch zu Laura weiterspielte, konnte diese durch die Lücke ziehen und einen drei Tore Vorsprung markieren. Luisa B. machte jetzt Druck auf der halblinken Position und erzielte nach einem weiteren Überzieher auf der halblinken Rückraumposition und einem dynamischen Antritt gegen die Hand den Treffer zum 34:29.
Als die starke Bergtheimerin Borowy zwei Tore in Folge macht, kam bei den Gästen kurz Hoffnung auf, dass der HSV noch einmal ins Spiel zurückkommen könnte. Aber weit gefehlt. Bergtheim warf in der Folge die Bälle weg und gab der HSG die Chance zur vier Tore Führung. Trotz des Treffers zum 34:31 durch den HSV war in dieser Phase das Momentum auf Seiten der HSG. Paula hielt einen komplett freien Wurf. In der Abwehr rührte die HSG nun Beton an, Laura musste zwei Minuten von der Platte. Die letzten zwei Minuten des Spiels sollten in Unterzahl zu Ende gespielt werden. Die Mädels aus dem Bibertgrund zeigten sich von der Unterzahl jedoch unbeeindruckt. Luisa B. zieht auf halblinks zwei Spielerinnen auf sich, kriegte den Pass noch auf Linksaußen. Eva trifft sehenswert zum 35:31.
Der HSV verzweifelt, der Drops ist gelutscht.
Selina wurde auch noch einmal auf Rechtsaußen freigespielt und stellte mit Übersicht und einem flachen Wurf ins kurze Eck, die fünf Tore Führung wieder her und besiegelte damit auch den Endstand zum 36:31.



Wenn man sich ansieht, dass jede Feldspielerin mehrfach Tore erzielte und die Torhüterin einige freie Würfe parierte, kann man hier sicher von einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprechen.
Luisa B. (3), Mara S. (3), Selina S. (4), Laura W. (6), Leonie L. (3), Eva L. (3), Mona L. (3), Luisa H. (10), Paula V. (Tor)

Anmerkung:
Leider wurde von der HSG versehentlich eine nicht berechtigte Spielerin eingesetzt, so dass die Spielleitung das Spiel mit den üblichen 0:0 Toren und 2 Punkten für Bergtheim werten musste. Das soll aber weder die Leistung noch die Qualität des Spiels an sich abwerten.






